WiiU ist da!

Am 30.11.2012 war es soweit: Die WiiU wurde in Europa veröffentlicht. Nach einen langen Wochenende mit Nintendos neuster Heimkonsole, folgen in diesen Artikel meine ersten Impressionen.

Der erste Start

Die Installation war denkbar einfach: Strom + HDMI-Kabel dran und schon kann es losgehen. Die nötigen Erst-Einstellungen gehen recht fix von der Hand und sind leicht verständlich.

Als diese hinter mir lagen wurde ich zum System-Update aufgefordert. Ohne dieses ist nicht viel los – man kann zwar sofort Spiele spielen, aber Miiverse und andere interessante Dinge fehlen. Mit einer drei-viertel Stunde lag ich im Durchschnitt. An sich also verkraftbar – leider gab es auch für jedes Spiel einen Patch was auch jeweils 10-15min dauerte. Der Download des Spiels Trine 2 dauerte gefühlt auch noch mal eine Stunde. Alle Downloads dauerten also ziemlich lange wenn man beachtet dass ich eine 30.000er Leitung habe, ob es an meiner WLAN-Verbindung lag oder an den überlasteten Nintendo-Servern konnte ich nicht heraus finden aber ich denke das wird sich spätestens nach Weihnachten zeigen wenn der gebündelte Ansturm vorbei ist.

Der Controller | Das WiiU-Pad

Beim Auspacken oder Unboxing, wie es so schön heißt, fiel mir als erstes die Größe des Pad auf. Auf Bildern kommt es immer viel kleiner rüber. Doch es liegt gut in der Hand und ist nicht zu schwer. Mann kann es sogar mit einer Hand ohne Probleme halten, doch beim Spielen ruht es dann meist auf dem Schoß.

Der erste Kritikpunkt ist aber ganz klar der schwarze Klavier-Lack auf den man jeden Fingerabdruck sieht. Zum Glück ist das Pad wieder zweigeteilt, wie bei der Wiimote ist es hinten Matt. Vorne kommt man aber an ein Putztuch nicht vorbei. Übrigens auch nicht bei der weißen Version, da auch der Touchscreen ab und zu von Schlieren befreit werden möchte.

War nun aber die Entscheidung seitens Nintendo richtig auf das Game-Pad zu setzen anstatt auf ein simples Hardware-Update? Ganz klar ja! Grade bei Nintendo Land wird schnell deutlich welche Möglichkeiten der neue Controller bietet. Es fühlt sich wirklich neu an. Sicher gibt es auch noch den klassischen Pro-Controller doch hoffe ich dass möglichst viele Spiele sich auf die Innovation einlassen. Aber selbst wenn es wirklich nur die Map oder das Inventar ist, bietet es immer noch einen spielerischen Vorteil.

Das Menü

Nach dem ersten Start wird man immer vom Menü begrüßt. Dieses ist recht stark am 3DS angelehnt, es ist ebenso gut durchdacht und übersichtlich. Leider gibt es recht lange Ladezeiten beim wechseln der Anwendung wie Browser, Miiverse oder Einstellungen. Ich hoffe dass, wie bei der Wii, auch hier ein Update folgt das diese merkbar verringert.

Internet-Browser

Vom Browser war ich echt überrascht – er steht einen Desktop-Browser in fast nichts nach und lässt sich super Bedienen. Grund dafür ist die Webkit-Engine auf die er aufbaut, also genau so wie Google Chrome oder Safarie. Dabei wird auf Flash verzichtet und gleich auf den „Nachfogler“ HTML5 gesetzt. Dies ermöglicht auch Browser Spiele, ich habe schon ein wenig getestet und denke dass da noch was von mir kommen wird 😉

Miiverse

Vorher war nie so wirklich klar was das Miiverse so wirklich ist und welche Funktionen es beinhaltet. Es ist ein Mix aus Forum und Twitter. Man kann Leute folgen und als Freund hinzufügen. Es gibt private Nachrichten aber auch öffentliche Threads. So gibt es für jedes Spiel einen eigenen Bereich in dem die Nachrichten wie bei Twitter nach Datum aufgelistet werden. Spiel übergreifend gibt es noch einen Thread für alle Freunde und Leuten denen man folgt.

Jede Nachricht kann man Liken, bzw. hier Yeah!-en, oder direkt drauf Antworten. Man sieht jederzeit ob man neue Freundschaftsanfragen oder Kommentare hat. Im Grunde also ein Soziales Netzwerk das sich rund ums Gaming dreht.

Das Besondere was einen schnell Auffällt ist, dass man nicht nur Text schreiben kann sondern auch direkt selber Zeichnen. So sieht man recht häufig kleine witzige selbst gezeichneten Bilder bis hin zu kleinen Meisterwerken. Wo wir gerade bei Bildern sind, man kann auch Screenshots an Nachrichten hängen, was bei Fragen meist recht hilfreich ist.

Insgesamt bin ich vom Miiverse echt überrascht worden und neben den Game-Pad ist es wohl das stärkste Feature der WiiU.

Freundesliste

Ein wenig seltsam fand ich die Freundesliste, da es in meinen Augen sinnvoller wäre diese mit dem Miiverse zu verbinden. Es scheint so als wäre das Miiverse eher als optionale Anwendung geplant gewesen, denn auch ohne Miiverse kann man so seine Freunde verwalten. Vielleicht gibt es da später auch noch mal ein Update.

In der Freundesliste sieht man welcher Freunde Online ist und was diese gerade spielen. Beide Angaben sind natürlich optional und können abgestellt werden.

Hier kann man auch keine Freundesanfragen verschicken sonder man muss sich klassisch gegenseitig erst eintragen. Der Grund ist recht simple der Jugendschutz. Bei diesen Thema  muss ich sagen ist die WiiU sehr gut durchdacht und man kann viele Einstellungen treffen.

eShop

Da ich den eShop des 3DS eher unübersichtlich finde war ich hier mehr als positiv überrascht. Alles ging schnell und Problemlos.

Youtube-App

Sie ist recht übersichtlich und funktioniert auch gut aber ich bevorzuge es doch eher direkt im Browser der WiiU die Videos anzusehen. Aus dem einfachen Grund dass ich den Browser noch übersichtlicher finde und genau weiß wo ich was finde, dazu kommt dass man Videos so auch auf den Pad kucken kann was wohl bei der App nicht gehen soll.

TVii & Lovefilm

Beides ist zum Launch in Europa noch nicht verfügbar gewesen – aber ich schiele schon ein wenig neidisch nach den USA 🙂 Übrigens funktioniert die eingebaute TV-Fernbedinung im WiiU-Pad super, und ich nutze Sie erstaunlich oft – hätte ich vorher gar nicht vermutet.

Meine Launch-Spiele

Nintendo Land

Auch eine Überraschung, während die Videos doch eher nicht so spannend aussahen macht es doch echt viel Spaß. Wobei ich denke dass der Solo-Part nach wenigen Wochen doch ausgeschöpft ist, haben die Mehrspieler-Games das Potenzial immer mal wieder zu Partys raus geholt zu werden. Ich konnte alle Spiele schon zu zweit Testen und wir waren uns darüber recht schnell einig. Grade das „Luigis Mansion“-Minispiel zeigt, dass das neue „Asynchrone-Gameplay“ wieder frischen Wind in den Lokalen-Multiplayer bringen kann.

New Super Mario Bros. U

Hier ging es im Multiplayer ebenfalls richtig zur Sache – wobei wir beide die Wiimote bevorzugen. Ich denke das Pad wird erst für einen 5. Spieler richtig Interessant. Nach einigen Stunden kann ich schon ein kleines Fazit bringen: Super! Die Welten sind nicht zu leicht und auch sehr Abwechslungsreich. Ich hab New Super Mario Bros. Wii nicht gespielt, wenn es aber auch nur ansatzweise so gut war bereue ich es jetzt ein wenig 🙂

Darksiders II

Hier traue ich mir noch kein Fazit zu aber bis jetzt sieht es wirklich sehr gut aus – und sogar besser als der erste Teil. Das WiiU-Pad zeigt hier wie es auch sinnvoll in Multiplattform-Titel eingesetzt werden kann. Auch wenn es sich nicht spektakulär Anhört, ist Karte & Inventar auf dem Pad sehr hilfreich und wesentlich angenehmer als das klassische Menü. Dazu sollte man aber auch sagen dass es optional ist und man es mit dem Pro-Controller auch auf die herkömmliche Weise spielen kann. Negativ bisher ist nur, dass manchmal die Bildwiederholungsrate einbricht. Es stockt dann nicht aber der Bildaufbau ist nicht mehr so sauber – ob es bei der Xbox Version auch so ist weiß ich nicht, aber ich erinnere mich diesen Effekt auch schon bei Spielen auf der 360 gesehen zu haben – evtl. sogar bei Darksiders I.

Trine 2

Ein recht gute Mischung aus Knobel, Geschicklichkeit und Kampf Einlagen. Das dazu noch sehr gut aussieht und einfach super designt ist. Nur bei manchen Rätsel-Lösungen weiß man nicht so recht ob das wirklich so sein sollte oder man nicht einen Weg benutzt hat der so nicht vorgesehen war.

Fazit

Ich bin mit dem Launch und der Wii U sehr zufrieden. Es gibt noch ein zwei Kleinigkeiten die mit späteren Updates verbessert werden können, damit das System einfach noch ein wenig runder läuft. Insgesamt muss ich aber sagen, dass Nintendo es wieder geschafft hat unabhängig von einer High-End-Leistung eine interessante Konsole zu schaffen. Der Grundstein für viele gute und vor allem innovative Spiele wurde gelegt – mehr kann eine Konsole nicht tun.

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